5 SOS-Strategien gegen Stress, die du in unter 10 Minuten tun kannst

Hier sind ein paar kleine Ideen, die du mal schnell dazwischenschieben kannst, auch wenn du nur ein paar Minuten Zeit hast. Techniken, die dir helfen, etwas Abstand zu gewinnen, bewusster zu werden und Energie zu tanken, auch wenn du Stress hast, vielen Anforderungen gerecht werden musst und eine lange Liste an Aufgaben vor dir hast.

Da ich weiß, dass du wenig Zeit hast, versuche ich auch, mich kurzzufassen, damit du gleich an die Informationen kommst, die du brauchst.

1. Atme einmal durch

Dieser Punkt klingt fast schon zu einfach, aber Atmen kann wirklich effektiv sein, und toll finde ich, dass du es fast jederzeit und überall tun kannst. Selbst wenn du nur Sekunden und nicht einmal zehn Minuten Zeit hast. Durchatmen. Wir wollen es auch nicht komplizierter machen, als es ist. Es reicht vollkommen hin, erst einmal bewusst zu atmen. Langsam ein und noch langsamer aus. Nimm dich aus kurz deiner Situation heraus , konzentriere dich nur auf deinen Atmen, und spüre, was du fühlst, was gerade in dir vorgeht.

Wenn du möchtest, kannst du auch folgendes Muster ausprobieren:

  • Langsam einatmen, zähle dabei bis 4.

  • Luft anhalten, zähle bis 4.

  • Langsam ausatmen, zähle bis 4.

  • Halte, zähle bis 4.

Du solltest diese Atemübungen bewusst machen und nicht versuchen, dich parallel noch auf andere Aufgaben zu konzentrieren. Wenn es sich für dich gut anfühlt und deine Situation es zulässt, kannst du dabei auch die Augen schließen.

Bonustipp: Diese Übung nennt sich Box Breathing. Falls du etwas Führung brauchst, findest du im Internet auch Videos oder Audioguides dazu. Falls du abenteuerlustig bist, gibt es auch andere Atemmuster, die du ausprobieren kannst. Achte aber darauf, was sich für dich gut anfühlt.

2. Schreibe eine Nachricht

Gerade wenn wir gestresst sind oder es uns nicht gut geht, neigen wir manchmal dazu, uns zurückzuziehen. Vielleicht haben wir Angst, eine Last zu sein, denken wir haben nicht die Energie, oder reden uns ein, andere Menschen in unserem Leben nicht verdient zu haben. Dabei können soziale Kontakte gerade in belastenden Situationen eine wichtige Unterstützung sein und nicht nur akut gegen Stress helfen, sondern langfristig auch Stress auch vorbeugen.

Es ist okay, nach Hilfe zu fragen und auch, mal Last zu sein. Genau dafür sind echte Frendschaften da. Echte Freunde nehmen dich an, wie du bist. Du musst nichts dafür leisten. Du darfst dich nun Fragen: Was brauche ich gerade? Wen brauche ich gerade? Und dann melde dich kurz bei einer Person, bei der du dich sicher fühlst. Die Nachricht kann kurz und oberflächlich sein. Du musst nicht einmal schreiben, wie es dir geht, oder nach Hilfe fragen, sondern einfach nur Kontakt aufnehmen. Alles, was dir Sress bereitet und das Gefühl von Druck gibt, lassen wir.

Bonustipp: Hast du etwas mehr Zeit und Lust auf mehr Kontakt? Wie wäre es mit einem Telefonat? Oder sogar einer Verabredung zu einem richtigen Treffen?

3. Tue etwas Schönes für dich

Es ist wichtig, auch etwas Zeit in uns zu investieren, um unsere Batterie wieder aufzuladen. Das muss nicht viel sein. Du brauchst keinen ganzen Wellnesstag dazu, wie einem suggeriert wird. Gehe im ersten Schritt in dich und überlege, was deine Batterie wieder auflädt. Was gibt dir Kraft und Motivation, um weiterzumachen?

EIn paar Ideen: Höre ein Lied, das du magst, ganz bewusst und genieße es. Vielleicht bist du (oder warst vor dem ganzen Stress eigentlich) eine kreative Person, dann such dir doch ein kleines kreatives Projekt, um wieder anzufangen. Schreibe etwas. Singe. Tanze. Genieße einen Snack oder ein leckeres Getränk ganz gemütlich. Stelle ein schönes Outfit zusammen, in dem du dich richtig gut fühlst.

Bonustipp: Fange an, eine Liste mit solchen Kleinigkeiten, die dir Energie geben, zu schreiben. Dann weißt du gleich, was zu tun ist, wenn du wieder einmal auftanken musst.

4. Gehe raus in die Natur

Mit diesem Punkt können wir gleich zwei Techniken der Stressbewältigung auf einmal angehen: Bewegung und Natur. Du musst nicht einmal eine große Runde durch den Wald gehen. Starte einfach, wo du bist. gehe fünf Minuten in die eine Richtung, fünf Minuten zurück. Hauptsache, du bist ein paar Minuten draußen, außerhalb deiner üblichen Umgebung, siehst etwas anderes und bist in Bewegung.

Du brauchst auch nicht schnell gehen, Spitzenzeiten oder Rekordstrecken laufen. Nimm dir stattdessen die Zeit, um bewusst zu entscheunigen, gehe bewusst langsam, noch langsamer. Nimm jeden Schritt wahr. So kannst du deinem Nervensystem signalisieren: Wir sind in Sicherheit. Wir können langsam gehen. Es gibt keine Gefahr, vor der wir schnell weglaufen müssen.

Achte auf deine Umgebung, deine Sinne: Siehst du die Farben der Blumen? Die Blätter der Bäume, die sich im Wind bewegen? Hörst du sie im Wind rauschen? Und die Vögel? Riechst du die frische Luft nach dem Regen? Oder den Geruch der Blumen? Fühle die Blätter eines Busches. Setz dich ins Gras.

Bonustipp: Fange kurzen Smalltalk mit jemandem an. Ein kleines Hallo, das Interesse und Offenheit signalisiert. Vielleicht ein ernst gemeintes Kompliment. In Punkt zwei habe ich bereits die Bedeutung sozialer Kontakte kurz beleuchtet. Vielleicht kostet es dich Überwindung, aber du wirst sehen, es tut dir gut! Und nicht nur dir: Du hast wahrscheinlich gerade auch den Tag einer anderen Person ein bisschen besser gemacht. Helfen tut uns auch gut. Halte einfach die Augen offen!

5. Schreibe eine Liste

Dir schwirren so viele Dinge im Kopf herum und du kannst dadurch kaum einen klaren Gedanken fassen? Schreib sie auf! Nimm dir einfach zehn oder sogar nur fünf Minuten Zeit und schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt. Egal was, egal in welcher Reihenfolge. Du kannst alles später noch sortiern. Wenn alles geschrieben vor dir steht, ist es einfacher, zu sortieren. Du kanns sehen, was zusammengehört und mit dem Geschriebenen arbeiten. Und dein Kopf ist nicht ständig damit beschäftigt, sich um all diese Dinge zu drehen, damit du sie nicht vergisst.

Albert Einstein wird folgendes Zitat zugeschrieben:

Papier ist dazu da, um Dinge aufzuschreiben, die wir behalten müssen. Unser Gehirn ist zum Denken da.

Du kannst loslassen. Es ist aufgeschrieben und sicher. Nun kannst du deinen Kopf tatsächlich zum Denken nutzen.

Bonustipp: Suche dir eine kleine Sache aus, die schnell gemacht ist, und erledige sie gleich. Eine Last weniger und ein motivierendes Erfolgserlebnis mehr. Versuche, nicht alles auf einmal lösen wollen. Es reicht, wenn du dich auf eine Sache konzentrierst. Einen kleinen ersten Schritt

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Ein unperfekter Anfang